Über KlangWelten


Klang-Welten
Das Thema ist Programm
Vielschichtigen Klänge  verschmelzen zu einem harmonisch, und dennoch spannungsreichen Ganzen.

Die Vielfältigkeit der Klänge wird unter anderem durch die Vielfältigkeit der bei diesem Konzert zum Einsatz kommenden Instrumente (Fagott, Duduk, Keyboards, Hackbrett, Zither, Kontrabass, Saxophon, Akkordeon, Schlagzeug, Percussion, Synthesizer, Monochord, Watherphone...) realisiert. Eine Klangästhetik zwischen archaischer Spiritualität, Meditation und ekstatischen Ausbrüchen bildet auch verschiedene Aspekte innerer menschlicher Erlebniswelten ab.

Musik zwischen Gebet und Alltag

Ein Bogen der Klangästhetik zur Zeit Christi (das Duduk o.Ä. war in dieser Zeit im aramäischen Raum verbreitet und wurde vermutlich von Jesus gehört) bis heute lassen verschiedene musikalische Epochen und Regionen auftauchen, um in zeitlos anmutenden Klängen zu verschmelzen.

Musik als strukturierte Zeit - lässt uns die Zeit vergessen

Musikalische Elemente von der Gregorianik mit Ausflügen in ethnisch anmutende Klang- und Rhythmusstrukturen, über Anleihen im Jazz bis hin zu „neuer Musik“ verschmelzen zu einem einheitlichen Klangzauber. Sphärische Klänge des Monchords - das bis auf die pythagoreische Zeit zurückgeht (5. Jh. v. Chr.) - oder des Synthesizers (20. Jh.) gehen hierbei oft nahezu nahtlos in archaische meist feingliedrige Rhythmen über. Sich wie aus dem Nichts entwickelnde harmonische und rhythmische Strukturen fließende ineinander über.

Kirchenmusik der Neuzeit, verwurzelt im Altertum

Der "Urgroßvater" Monochord hat seinen "Erben" Hackbrett und Zither die Klangvielfalt schwingender Saiten mitgegeben und so können diese beiden Polychorde das ganze Spektrum dieser Instrumentengattungen ausnutzen: mal sphärisch schwebend, mal voluminös ineinander klingend oder auch obertonreich akzentuiert. Auch das musikalische Spektrum dieser beiden Instrumente reicht weit über das "Bäuerliche" hinaus und bietet modernen musikalischen Ausdrucksformen neue Möglichkeiten.
Arabisch anmutende Klänge des Duduk, einem armenischen Doppelrohrblattinstrument, ranken sich mal um Melodielinien des Sopransaxophons, mal gehen sie in harmonischen Klangteppichen auf und steigern sich in nahezu tänzerisch rhythmische Passagen. Duduk-Musik wurde in die UNESCO-Liste der „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“ aufgenommen.

Melodisch rhythmische Passagen werden durch variierende percussive Ostinato-Figuren getragen. Percussion, wie man nur selten so melodisch erlebt. Musik zwischen Klangfülle und Stille, mit Kontemplation und Expression, zwischen apollinischem und dionysischem Prinzip. 
Stimmungsvolle Elemente der Lichtinstallation unterstützen dieses mehrdimensionale Klangereignis.

Eine lebendige Meditaion

Über die Musiker

Harry Berger

Saxophon, Akkordeon

Nach dem Saxophonstudium in Graz lebte Harry Berger eine Zeitlang in Berlin (Gruppe Nagual). Danach Rückkehr nach Heidenheim und 9 Jahre Unterricht am renommierten Studienkreis Musik in Stuttgart. Gründung der Gruppe ‚Svevende’ (lyric Jazz mit ethn. Einflüssen). Mitarbeit in zahllosen anderen Projekten. Mehrere Soloauftritte im Ulmer Münster. Auftritte mit Fernsehlive-übertragungen in Algier und Marseille mit Chaouki Smahi (Oud), Yahia Smahi (Perc.), (bekannt vor allem durch ihre Konzerte mit Charlie Mariano und Pharoah Sanders), Ramesh Shotam (Perc.), Mike Herting (Piano) u.a.

Ulrich Eckardt

Gitarre, Mandoline

  Live-Sendung von Radio Luxemburg mit der Band "Antares". Gewinn des 2. Preises beim Giengener Nachwuchswettbewerb 1981 mit der Band "September".  Einspielung einer Schallplatte mit der "Old Castle College Band". Gitarren-studium an der Hochschule "Mozarteum" in Salzburg.  Parallel dazu Studium der Musik-wissenschaft an den Universitäten 
Freiburg (Breisgau) und Salzburg.  Meisterkurse bei Pepe Romero, Eliot Fisk, Manuel Barrueco, Abel Carlevaro, John Duarte,  Aldo Minella, Luise Walker und anderen. Dirigierkursen beim Bayerischen Musikrat unter der Leitung von Professor Lutz Herbig. Weiterbildung im Jazzbereich durch den Besuch zahlreicher Workshops bei Mick Goodrick, Bob Mover, Peter Herbert, Will Lee und anderen. Lehrtätigkeit am "Salzburger Musikschulwerk". Heute an den Musikschulen Herbrechtingen  und Langenau. Dirigent des Mandolinen- und Gitarrenorchesters Aalen-Ebnat 
und des Gitarren- und Mandolinenorchesters Schwäbisch Gmünd. Rege Konzerttätigkeit vor allem in kammermusikalischen Besetzungen und im Jazzbereich.  Mitwirkung als Gitarrist bei den Salzburger Festspielen.
Verschiedene Projekte mit improvisierter Musik, teilweise in Zusammenarbeit  mit bildenden Künstlern.

Ulrich Hafner

Keyboards

Ulrich Hafner studierte Kirchenmusik, Musiklehrer mit Schwerpunkt Klavier und Orgel, sowie Konzertfach Orgel am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg und an der Hochschule für Musik in Freiburg. Er war u.a. Preisträger beim Arthur-Piechler-Orgelwettbewerb und Stipendiat der Dr.-H.-Geiselberger-Stiftung. Von 1994 bis 2004 war er Kirchenmusiker an St. Josef und St. Katharina in Esslingen und Leiter des Jungen Chores Esslingen. Seit 2005 ist er Kirchenmusiker im Seelsorgebereich Liebfrauen, St. Peter und St. Rupert in Stuttgart-Bad Cannstatt und künstlerischer Leiter der Konzertreihe „hora caecilia“ und der „Woche der Kirchenmusik“ in der Liebfrauenkirche. Weitere Schwerpunkte bilden die
Konzerttätigkeit als Organist, Continuospieler und Orgelbegleiter, sowie die Pianistentätigkeit in der Band „caprice“, deren stilistische Ausrichtung im Bereich des Jazz, Rock, Pop und dessen kirchenmusikalischem Pendant liegt. 

Jörg Lanzinger

Zither, Hackbrett, Kontrabaß

Jörg Lanzinger (*1975) hat Zither, Hackbrett und Kontrabass am Richard-Strauss-Konservatorium München studiert. Er lebt als freischaffender Musiker und Musikpädagoge in seiner nordschwäbischen Heimat. Als Referent ist er auf Seminaren im In- und Ausland tätig, wobei er sich vor allem auf den Einsatz von Hackbrett und Zither in der Rock-, Pop- und Jazz-Musik spezialisiert hat. Er ist musikalischer Kopf diverser Ensembles (u.a. „Lanzinger Trio“, Hackbrett-Orchester „Gelbe Saiten“) mit denen er neben reger Konzerttätigkeit auch regelmäßig im Rundfunk und Fernsehen vertreten ist. Seine kompositorische Arbeit fokussiert sich vor allem auf Werke für den Instrumentalunterricht, die in mehreren Heften im Eigenverlag erschienen sind.

Michael Rokoss

Saxophon

Michael Rokoss studierte klassisches Saxofon und Klarinette am Leopold-Mozart-Konservatorium Augsburg und an der Musikhochschule München sowie Blasorchesterleitung am Anton Bruckner Konservatorium in Linz. Meisterkurse u.a. bei Claude Delangle, Joachim Ernst und Eugene Rousseau rundeten seine Ausbildung ab. Michael Rokoss lebt in München als Solist, Komponist, Dirigent und Lehrer. Neben seiner Zusammenarbeit mit dem Organisten Ulrich Hafner tritt Michael Rokoss mit verschiedenen Duos, sowie dem „Enigma Saxophonquartett“ regelmäßig im In- und Ausland auf und wirkte bei zahlreichen CD-, Rundfunk- und Liveproduktionen internationaler Künstler mit.

Jens Schautz

Fagott, Duduk

Jens Schauz: Neben Fagott als Hauptinstrument erhielt Jens Schauz Klavier- und Kompositionsunterricht, komponierte u. a. die offizielle Heidenheimer Hymne und war an der Transkription und Aufnahme des Soundtracks für „AMACEON“, der "größten Indoor-Lasershow Europas", beteiligt. Er ist Gründungsmitglied des Neuen Kammerchors Heidenheim und nahm auch an zahlreichen Chorprojekten teil. Durch eine Chorreise in Armenien lernte er das Nationalinstrument Duduk kennen und erhielt ein zugeschnittenes Exemplar des Dudukbauers und -lehrers Arthur H. Grigoryan. Seit 2009 singt Jens Schauz in dem Vocalensemble MA'cappella, ist werdender Lehrer und beteiligt sich seit 2014 an einem Reanimation einer Operette.

Armin Egenter

Drums, Percussion


Die künstlerische Gesamtleitung trägt der Schlagzeuger und Perkussionist Armin Egenter. Nach Studien an der Musikhochschule Stuttgart in den Fächern Schlagzeug, Komposition und Elektronische Musik belegte er Meisterkurse bei Peter Erskine. Egenter war Schlagzeuger in verschiedenen klassischen Orchestern und rhythmischer Begleiter u.a. bei Jazz-Quartett Jazzanova, Glenn-Miller-Band München, Broadway-Jazz-Collection, Südfunk Stuttgart, Peter-Herbolzheimer-Big Band und Pepe-Lienhard-Band. Egenter wurde bekannt durch seine Mitwirkung bei „Midnight Spezial“ mit Evelyn Moore (Zürich), der Broadway-Jazz-Collection, im Duett mit dem Pianisten Paul Amrod (New York) und als Begleitmusiker von Sidney Ellis (Los Angeles). Er studierte Physik, Mathematik und Philosophie an der Universität Konstanz und ist z.Zt. als Lehrer in Heidenheim tätig; Initiator und Arrangeur der „Klangpassion“,  des „Klangzaubers“ und der "Klangwelten".  Die letzten Jahren führten ihn musikalisch nach Marokko, Italien, Griechenland, Malta und nach Las Vegas, wo er mit dem Grammy-nominierten Pianisten Uli Geissendoerfer auftrat. 

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